Sheshiva
Tierhilfe  3. Teil

Im März 2012 gab es eines dieser kleinen Wunder, wo man nicht weiß, wer die Lebenshand ausgestreckt hatte. Später sprach man von Filos, das Wunder aus Rhodos. Alle Menschen, die hier mitgewirkt haben, hatten die richtigen Entscheidungen getroffen für Filos, einem Hund, dem man in Rhodos das Gesicht weggeschossen hatte. Es war ein Wettlauf mit der Zeit, wenn das Gesicht zuheilt wird  Filos grausam sterben. Am 5. März 2012 schrieb Kathi:
Habe gerade mit Mascha in Rhodos telefoniert. Filos ist ca. 1 Jahr alt. Er hat auch noch eine ziemliche Verletzung auf dem Rücken, die aber heilt. Die Heilung Gesicht hat bei Filos auch eingesetzt. Er wird nur einige Zeit brauchen bis die grosse Wunde zugranuliert. Er bekommt jetzt noch Hühnersuppe mit Hühnerfleisch kleingehackt und kann dieses aufnehmen. Er hat heute sogar schon versucht Trockenfutter zu fressen. Gestern war ein befreundeter Tierarzt bei M,ascha und hat sich Filos angeschaut. Wahrscheinlich ist die Nasenscheidewand durchschossen worden - sie ist wohl kaputt. Er kann jetzt nur durch das Loch in seinem Gesicht atmen. Es wird ein Problem werden, wenn dieses Loch zuheilt. Dann wird eine OP nötig sein. Entweder versucht man dann einen künstlichen Zugang zu bauen in der Nase oder einen Zugang durch die Luftröhre. Die Nüstern und Schnauze sind heil. Aber das Weitere vorgehen kann man erst später beurteilen. Diese Operation kann dann nur in Deutschland durchgeführt werden und ist in Griechenland nicht möglich. Hier braucht man einen Spezialisten. Aber das alles ist jetzt noch nicht endgültig zu beurteilen. Filos braucht jetzt erst etwas Zeit für Heilung und Vertrauensaufbau. Langsam wird er zutraulicher. Es wäre schön, wenn sich ein Platz für ihn finden würde, wo später die Op u. Betreuung mögl. wäre. Und wenn Spenden gesammelt werden könnten für die ganzen Tierarztkosten. Mascha hat ein Video gemacht, es kommt dieser Tage, wo er das erste Mal gefressen hat. Ich sende es Dir, wenn ich es habe. Ja, das alles ist entsetzlich und macht furchtbar traurig. Vielen, vielen Dank für Deine Hilfe

Am gleichen Tag schrieb Tierschützerin Barbara:
hier die Bilder von Filos (ich erzählte Dir am Telefon von der furchtbaren Geschichte) , dem Hund, dem ein Jäger oder wer auch immer in Rhodos das halbe Gesicht weggeschossen hat. Die Tierschützerin in Rhodos, deren private Auffangstation und deren Arbeit ich unterstütze, hat den Hund nach Tagen mühevoll einfangen können. Er ist sehr scheu und ängstlich. Gestern war man mit ihm bei der Tierärztin und es besteht Hoffnung, dass er überlebt. Aus dem Loch in seinem Gesicht hat man jede Menge Blätter, Gräser und Dreck entfernen müssen und hat alles desinfiziert und soweit möglich war versorgt. Es ist noch nicht klar ob eine Nasenwand zerstört wurde, soweit konnte man gestern nicht untersuchen. Evtl. ist später eine Operation nötig um die Atmung, die evtl. durch die verletzte Wand gehemmt wird wieder zu verbessern. Man hofft, dass das Loch weitestgehend wieder zuwächst.Ein Auge hat er verloren. Das andere Auge funktioniert. Die Zähne sind bei diesem Vorfall alle erhalten geblieben. Eine weitere Beurteilung ist momentan noch nicht möglich. Er bekommt jetzt Antibiotika, damit sich keine Entzündung bildet. Es ist ein Wunder, dass der Kerl es so lange geschafft hat. Für die Erstversorgung musste die Tierschützerin 120,,-- Euro bezahlen. Es werden aber wohl noch weitere Kosten auflaufen. Da er nicht richtig fressen kann, kocht ihm die Tierschützerin Hühnersuppe und mischt etwas Weichfutter darunter. (Wahrscheinlich hat er in der Zeit als er auf der Strasse war und da er schlecht oder kaum fressen kann sich von Pferdedung ernährt.) Wenn der Hund alles überlebt, wäre es natürlich schön, einen Gnadenplatz für ihn zu finden, wo er in Ruhe und mit Zuwendung leben darf. Für weitere tierärztliche Versorgung wird Geld benötigt. Ist es Dir möglich Filos einzustellen und evtl. einen Spendenaufruf zu starten? Es ist entsetzlich, was Menschen mit Tieren anstellen!! Viele liebe Grüsse und Danke.



Das waren die beiden Bilder, die wir von Rhodos bekamen, und wir wussten sofort, wenn die Wunde anfängt zuzuheilen, wird Filos sterben. Am gleichen Tag kam dann der Aufruf mit der Bitte um Hilfe. Kathi schrieb:
Wir haben hier einen absoluten Notfall, dem wir helfen müssen !! Bitte schaut nicht weg—helft. ! Filos wurde ins Gesicht geschossen und befindet sich auf Rhodos, wo ER mit seiner Verletzung keine Hilfe bekommt. Barbara eine Freundin aus Trier, die dort versucht zu helfen, was leider kaum möglich ist, bat mich um Hilfe ! Ich habe ihr gesagt, dass wir helfen und uns kümmern werden. Er wurde notversorgt, aber das ist dort unten auch schon alles, weil es dort keine Fachärzte gibt. Die Bilder sind von gestern !!

Am Freitag, den 9. März dann die Info: Filos wird an diesem Wochenende in Rhodos abgeholt. Wenn alles ohne Probleme läuft, wird Filos mit Zwischenstopp in Athen, am Sonntag in seinem Zuhause ankommen. Der Flugpreis für Filos beträgt 400 Euro.
Der erste Arzttermin für ihn ist auf den Montag angesetzt. Nun drücken wir mal alle fest die Daumen, dass der Kleine am Sonntag gut hier in seinem Zuhause ankommt.

Am Sonntag, den 11. März 14:45: Die Wunde ist leider wohl noch viel schlimmer, als auf den Bildern, aber seine Augen wollen, ER frisst und geniesst die Streicheleinheiten. Morgen ist der Rückflug geplant mit Filos !! Bitte Drückt ihm alle Daumen das ER morgen gut landet in Düsseldorf. Die Klinik erwartet ihn schon und stehen schon in den Startlöchern um ihm schnell zu helfen und zu operieren !!! Drückt weiter die Daumen und macht weiter mit den Spendenaufrufen. Wir schätzen das die OP-Kosten wenn alles gut verläuft zwischen 3000 und 4000 Euro liegen werden laut dem Klinik Arzt. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Wenn die Wunde zuheilt, kann er nicht mehr atmen.

Filos wurde dann in der Tierklinik operiert. Die Tierklinik war an diesem Tag geschlossen, da 3 Ärzte 9 Stunden lang operierten. Es sollte nicht die letzte Operation sein, aber sie war die Operation, die alles entscheiden sollte. Am Donnerstag, den 15. März schrieb Elke:

Hallo Kathi,
Filos hat alle Strapazen weiterhin überstanden.Er kommt heute Abend zu mir auf meine Pflegestelle und wird dann hier in Absprache mit der Klinik weiter versorgt,in der Hoffnung,dass es weiter aufwärts geht. Seine Zukunft hängt wirklich davon ab,wie er sich entwickelt und welcher endgültige Lebensraum dann,wenn wir auch seinen eigentlichen Charakter kennengelernt haben,passt.Ich möchte mich auf seine Pflege konzentrieren ,einen ausführlichen Bericht erhälst Du, wenn wir "alle Hürden" erfolgreich überwunden haben sollten. Danke allen Spendern im Namen von Filos,die dadurch seine Behandlung ermöglichen.  Viele herzliche Grüße
, Elke



Elke, bei der Filos jetzt lebte, schrieb uns 2 Tage später, dass Filos auf dem Weg der Besserung war. Und weiter: Nach den Hürden: Flug und großer, schwieriger OP, haben wir die nächste hohe Hürde genommen und es geschafft, dass er endlich isst. Nach einer solchen Op ist das zwar fast normal, aber nach drei Tagen wird es dann sehr kritisch. Künstliche Ernährung wäre dann die einzige Alternative gewesen, nachdem wir ihm wirklich eine Palette von Leckerein vergeblich angeboten haben.
Auslöser dafür war meine Podengo-Pointer Hündin Sansy, die ich ihm vorgestern Nacht vorsichtig gezeigt habe, in der Hoffnung, dass der Kontakt mit einer Artgenossin seine Überlebensenergie wieder richtig weckt. Es hat funktioniert!! Filos wachte aus seiner Lethargie nach der OP auf , war total fasziniert von ihr und hat sich verliebt....die beiden haben die Nacht zusammen verbracht....die Fotos sprechen für sich....! Er hat angefangen zu fressen in ihrem Beisein und frisst nun allen drei-vier Stunden eine angemessene Portion, damit ich ihn langsam aufbauen kann. Die Wunden verheilen gut und die durch die Überschiebelappenplastiken verschobenen Hautteile wachsen momentan ohne die vielfältig möglichen Komplikationen..bis jetzt!!...an.



Sansy weicht nicht mehr von seiner Seite und geht sehr vorsichtig mit ihm um. Sie hat ein ähnliches Schicksal hinter sich, allerdings "nur" verhungert und entkräftet ohne Megaverletzung. Allen Daumendrückern an dieser Stelle einen herzlichen Dank, bis jetzt hat es wirklich geholfen! Weiter machen! (Originalton Elke).
Im weiteren Verlauf des Monats berichtete Elke weiter über den Fortschritt Filos und seine Integration ins Leben:
Filos und ich haben einige sehr harte Tage hinter uns gebracht, da er Mitte letzter Woche leider eine Infektion durch absterbende Teile des implantierten Kopfmuskels bekommen hat, womit ja leider zu rechnen war. Er hat dadurch schlagartig nichts mehr gegessen und wurde am Donnerstag zum zweiten mal operiert, um alle Infektionsherde zu beseitigen und die Gesichtshaut an den kritischen Stellen neu zu vernähen. Die Op hat sehr gut geklappt, aber Filos war sehr, sehr instabil. Es war fraglich, ob er die Nacht überlebt. Morgens kam dann der erleichternde Anruf, dass er wieder gekämpft hat und es ihm den Umständen entsprechend ganz gut geht. Ich sollte ihn holen, da er ja auch diesmal in der Klinik keine Nahrung nehmen wollte.
Ich habe sehr ausführlich mit dem Chefarzt und den anderen Ärzten gesprochen und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass er nun erst einmal weiter körperlich aufgebaut werden muss, da wahrscheinlich noch zwei zusätzliche Op´s nötig sind, um die Gesichtshaut zu stabilisieren. Bei einer weiteren Infektion in den nächsten Tagen würde der geschwächte Körper eine erneute so kurzfristige Op nicht mehr verkraften und bei allem Kampfesgeist müssten wir ihn erlösen, das gleiche gillt, wenn er in den nächsten Tagen nicht essen sollte, denn ein Lebewesen, was die Nahrung verweigert, hat ebenfalls keinen Lebenswillen mehr.

Mit dieser Vereinbarung und einem Riesenpaket an Medikamenten, Astronautenkost, etc, etc sind wir zwei nach Hause gefahren und haben ...ohne ins Detail zu gehen.....um ihm auch die täglichen zwei Fahrten zur Klinik zu ersparen, was ein ständiger zusätzlicher Stressfaktor,mit Infektionsherden war, mit einem Intensivaufbau-und Pflegeprogramm begonnen. Das alles zu schildern führt hier wirklich zu weit. Machbar war das allerdings nur mit der Hilfe zweier Freundinnen von mir, die morgens und abends kommen ,um beim Wunden reinigen, Medikamentengabe etc, etc, zu helfen....bis jetzt haben wir Erfolg gehabt. Die Infektion ist abgeklungen, er isst wieder eigenständig, allerdings nur vom Feinsten...Hundefutter dürfen die anderen essen...gebratenen Leber mit Kartoffelpürree, Hühnchen mit Reis, Rindfleisch mit Nudel, natürlich alles "hündisch" gekocht....und hat 1,3 Kilo zugenommen, wie wir vorhin auf der Waage in der Tierklinik mit Riesenfreude aller festgestellt haben. Seit Freitag war das die erste Kontrolluntersuchnung. Wir sind gelobt worden, wie "gut" er aussieht , wie fröhlich er ist und wie wirkungsvoll die Intensivpflegestation ihre Aufgabe durchführt...wir haben uns wirklich gefreut !!!!!!
Mal wieder geht es aufwärts, aber richtig erleichtert kann ich erst sein, wenn mein "kleines Klappergestell" richtig zu Kräften gekommen ist. Es gillt also für alle weiter Daumen drücken und liebe Menschen zu finden, die ihm mit ihren Spenden die weiteren Op`s ermöglichen. Anbei ein paar aktuelle Fotos von "The face - die Maske"...wie er mittlerweile liebevoll in der Tierklinik genannt wird.:-)))

Am 30. März 2012 veranstalteten wir in der Fußgängerzone in Trier eine Tombola, dessen Erlös dem Projekt Filos zu Gute kommen soll. Es gab selbstgebackenen Kuchen, Kaffee und Preise, und die Menschen waren sehr an den Projekten von Tierwald interessiert. Für Filos kam ein Reinerlös von über 500 Euro zusammen, den wir vollständig dem Projekt Filos zuwenden. Auf diesem Wege auch mal ein Dank an alle Helfer, die diesen Aktionstag zum Erfolg führten.


Neue Info von Filos am 10.April 2012

Hallo Kathi,

ich denke Ostern ist ein guter Zeitpunkt vorsichtig zu sagen, dass Filos seinen Überlebenskampf gewonnen hat. Zweidrittel der Fäden sind gezogen und es hat sich keine erneute Infektion eingestellt. Es bleibt der Problembereich mit der partiell eingetrockneten Haut direkt über der Nase, der demnächst wieder operiert wird, mit einer erneuten Überschiebelappen-Plastik. Da Filos nun ganz normale Portionen isst und trinkt..bevorzugt Regenwasser :-))...sehe ich bezüglich seiner körperlichen Konstitution mittlerweile keine Probleme mehr, den erneuten Eingriff zu überstehen.

Er hat seit der letzten Op über 3 Kilo zugenommen und es geht weiter aufwärts. In meinem Rudel ist er von allen als fröhlicher Zeitgenosse akzeptiert ,trotz seiner optischen Entstellung und den Narben, an denen jeder erstmal vorsichtig geschnuffelt hat. Er spielt und tobt mit seinen Freunden im Hof und Garten. Entsprechend groß sind die Portionen, die er dreimal täglich verdrückt.




Nach der nächsten Op sieht das dann sicherlich erstmal wieder anders aus, deshalb werden wir damit warten, soweit medizinisch zu verantworten, bis er noch längere Zeit normal isst und lebt, um mindestens noch 5 Kilo zuzunehmen.

Die Angst vor fremden Menschen wird er erst sehr, sehr langsam verlieren. Bei allen Tagesaktivitäten zu denen ich ihn mitnehme, zeigt er ein sehr ausgeprägtes Meideverhalten, egal ob Mann, Frau oder Kind. Eine Grundskepsis bleibt sicherlich sein ganzes Leben lang bestehen. Eines kann man allerdings schon mit Sicherheit sagen: er fährt leidenschaftlich gern Auto..sobald ich nur mit dem Autoschlüssel hantiere, sitzt er neben der Tür und wartet,dass ich ihn keinesfalls vergesse!! Wie könnte ich, er ist ja nun wirklich wie mein Schatten geworden..immer dabei!!

Nochmals an dieser Stelle einen herzlichen Dank allen Daumendrückern....es hat geholfen :-)))) und allen Spendern,dass sie damit seine Behandlungen ermöglicht haben und weiter ermöglichen!! Herzliche Grüße Filos und seine Freunde ..und ich.

Filos wurde am 17.4. 2012. zum dritten Mal operiert ,um das Stück abgestorbene Haut zu entfernen und durch ein erneutes Verschieben von gesunder Haut zu ersetzen. Es hat gut geklappt und die Wunden sind zur Zufriedenheit verwachsen. Heute werden die ersten Fäden gezogen und es ist nur noch ein kleines Löchlein geblieben, was dann (hoffentlich) in einer letzten OP verschlossen werden muss.
Filos ist quietschvergnügt und hat sich zu einem Schlitzohr entwickelt. Er stiehlt was nicht nied -und nagelfest ist und probiert aus, ob sein Diebesgut fressbar ist, Kleidungsstücke, Schuhe, Küchenwerkzeuge, Fernbedienungen, Handies, Hunde= geschirre, Leinen, Grünpflanzen, Möbelecken.. etc und das alles gemeinsam mit meinem 8 Monate alten Irish Wolfhound Noah,was dem einen nicht einfällt, weiss der andere ....Löcher graben und sich darin verstecken ist seine ganz individuelle "outdoor-Spezialität", ihn zu finden, ist in meinem recht großen Garten dann eine wahre Freude für mich, vor allem, wenn die Kuhlen eng unter diversen Büschen gegraben sind. Der Süßen peilt dann wie ein Spitzbube mir seinem einen Auge aus seinem Versteck,..ist halt ein Naturbursch,...Hund pur, der nach der Bewältigung seines wahnsinnigen Elends und seinen unendlichen Schmerzen und extremen Misstrauen, sich nun seiner ursprünglichen Lebensformen erinnert...ein wenig "griechisches Naturflair" in meinem Garten :-)) .Also: alles in allem ...er ist fröhlich!!
Etwas ist demnächst jedoch dringend nötig, seine Kastration, denn auch diese Lebensgeister sind erwacht :-))))) Desweiteren müssen die Südkrankheiten noch überprüft werden, sowie die Höhe des Bleigehaltes in seinem Körper, das alles kann aber erst abgeklärt werden, wenn die Antibiotikabehandlung beendet ist. Der Abschluss seiner Behandlung ist also noch lange nicht in Sicht, aber die größten Hürden sind genommen !!!Wie sagte man doch in der Tierklinik so passend: Mensch Filos, du siehst ja langsam wirklich aus wie ein normaler Hund!.... und das ist auch wirklich so, wie du an den beigefügten Bildern sehen kannst. Er ist auch der erste Hund, den ich bei mir pflege, der fröhlich in die Tierklinik marschiert, Ärzte und Pfleger stürmisch begrüßt und wirklich ausnahmslos alle beschlabbert. Zum Glück ist man dort viel gewöhnt diesbezüglich! Ich denke, er weiss, dass er sein Leben im wesentlichen dem Engagement dieser Menschen zu verdanken hat.

Am 8.5.2012 hat Filos seine vierte Operation schon fast wie ein alter Routinier überstanden, bei der das letzte vorhandene Löchlein verschlossen wurde, in der Hoffnung , dass es endgültig zuwächst. Sollte die letzte verbliebene Schwachstelle nicht zuheilen, dann muss leider nochmal eine größere Hautverschiebung vorgenommen werden, was jedoch jetzt erst mal ein paar Wochen dauern wird, wie gesagt in der Hoffnung, dass sich ein "körpereigener Verschluss" einstellt.
Zusätzlich wurde er kastriert , denn der Gute stand nach seiner "emotionalen und körperlichen Wiedergeburt" doch massiv unter Strom...:-))). Er holt , wie im vergangenen Bericht geschrieben, seine schmerzbeladene Jugend in vollen Zügen nach und nun ist ein zielgerichtetes Erziehungsprogramm angesagt. Er ist ein sehr, sehr schlaues Schlitzohr und lernt mit Freude die ersten Grundkommandos. Ein ausgiebiges Lob und aufrichtige Zuneigung sind für ihn motivierender, als das schönste Leckerchen.....

Anbei ein ganz aktuelles Foto, auf dem man die jetzt erstellte, kleine blaue Naht recht gut sehen kann. Die ganzen anderen riesigen Narben sind sehr gut verheilt und kaum noch zu erkennen, Sogar auf den extrem verschobenen und massiv rasierten Hautteilen setzt der Haarwuchs perfekt wieder ein und er hat nun ein schwarz- braun - weiss melierten" Patchwork- Kopf" , optisch sehr individuell und imposant !!!!!!Der schwarze Fellfleck, den er früher vor den Operationen direkt vor seinem rechten Ohr hatte, sitzt nun mitten im Gesicht. Auch der Schädelmuskel, der gedreht wurde, um das riesige Loch unter der verschobenen Haut zu verschliessen, ist perfekt angewachsen und macht keinerlei Probleme mehr. Dort wo früher sein rechtes Auge war, hat sich durch den gedrehten Hautlappen eine Falte mit einem kleinen Schlitz gebildet , was aussieht, als würde er einem zuzwinkern, wie der Chefarzt der Tierklinik so treffend bemerkte.

Alles in allem : Filos hat die riesigen Hürden geschafft und sich ein neues Leben mit Hilfe der Ärzte und der Spender mit seinem eisernen Willen erkämpft. Danke!!! Wie immer grüßen wir von ganzem Herzen . Elke und Filos

Das war das Wunder der Lebensrettung von Filos, dessen Dankschreiben wir hier gerne veröffentlichen: